Stockholm, 27. November 2019

Übermäßige Arbeitszeiten, Zwangsarbeit und Diskriminierung sind einige der Probleme, die die Gesundheit der Arbeitnehmer in der IT-Branche gefährden – insbesondere in der Fertigung der IT-Produkte. Um eine sozial nachhaltigere Industrie zu erreichen, bedarf es langfristiger Investitionen, Folgemaßnahmen und klarer Konsequenzen, die zum Handeln anregen.

Ein Großteil der Herstellung von IT-Produkten erfolgt in Niedriglohnländern, in denen die Arbeitnehmer oft weniger vor Ausbeutung und gesundheitlichen Gefahren geschützt sind. Zudem sind die Lieferketten oft komplex und erstrecken sich über mehrere Länder. Entsprechend ist es für eine allein agierende Einkaufsorganisation fast unmöglich zu wissen, welche Fabriken im Laufe des gesamten Produktionsprozesses zur Herstellung der jeweiligen Produkte verwendet werden. Für die Überwachung der Arbeitsbedingungen sind Fachkenntnisse, Ressourcen und Zugang erforderlich.

Um diese Komplexität nicht selbst managen zu müssen, hat sich der schwedische Elektro- und Elektronikriese Electrolux für die Zusammenarbeit mit TCO Certified entschieden. „Der Erfolg bei der nachhaltigen Beschaffung von IT-Produkten ist eine Herausforderung und nur eine unabhängige Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften zur Nachhaltigkeit schafft ein glaubwürdiges Ergebnis. Wir haben uns daher für den Einsatz von TCO Certified entschieden. Dies macht den Beschaffungsprozess für uns wesentlich effizienter und hilft uns, Kriterien auf einfache Weise festzulegen“, sagt Helena Babelon, Head of IT Sustainability & Continuous Improvement, Electrolux Group.

Diese Thematik beleuchtet auch der jüngste Bericht Impacts and Insights 2019. Er stellt eine Reihe von Lösungen vor, um mehr Nachhaltigkeit in der IT-Branche zu implementieren. Beispielsweise muss eine unabhängige Partei die Produktionsstätten auditieren. Im Falle von Missständen sind wirksame Korrekturmaßnahmen verpflichtend und müssen regelmäßig verfolgt werden. Darüber hinaus ist unabdingbar, die Ursachen dieser Missstände zu finden, um das Wiederauftreten von Problemen zu vermeiden.

Doch Nachhaltigkeitsarbeit ist ressourcenintensiv, und es besteht oft ein Interessenkonflikt zwischen fairen Arbeitsbedingungen und Zielen zur Minimierung von Kosten und Time-to-Market. Damit die Nachhaltigkeit angemessene Fortschritte erzielen kann, ist folglich ein System von Konsequenzen erforderlich.

„Echte Veränderungen erfordern das Engagement des Markeninhabers. Wir üben Druck auf die IT-Branche aus und können Zertifikate entziehen und Fabriken von der Herstellung zertifizierter Produkte ausschließen, wenn die Kriterien in TCO Certified nicht erfüllt sind“, sagt Sören Enholm, CEO von TCO Development.

Über Impacts and Insights 2019

Der Bericht Impacts and Insights 2019 von TCO Development misst den Nachhaltigkeitsfortschritt 2015 – 2018 bei Markeninhabern mit nach TCO zertifizierten IT-Produkten. Der Bericht behandelt die soziale Verantwortung in der Fertigung sowie Aspekte wie Gefahrenstoffe und Konfliktmineralien.

About TCO Certified

With 25 years of experience, TCO Certified is the world-leading sustainability certification for IT products. Our comprehensive criteria are designed to drive social and environmental responsibility throughout the product life cycle. Covering eight product categories including displays, computers and mobile devices, compliance is independently verified, both pre and post certification.

Kontakt

Cassandra Julin
+46 (0) 702 866 861

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