So entwickeln Sie erfolgreich eine Strategie für nachhaltige IT

Viele Kommunen verfügen nur über unzureichende Nachhaltigkeitsstrategien im Zusammenhang mit IT-Produkten, anderer haben überhaupt keine Strategie dafür. Wenn es wirklich gelingen soll, die richtigen Forderungen zu stellen und Nachhaltigkeitsgewinne zu erzielen, ist eine gut verankerte Strategie mit messbaren Zielen erforderlich, die das gesamte Gebiet der nachhaltigen Informationstechnologie abdeckt.

In Schweden haben eine Reihe von Kommunen und Provinzen bereits eine Strategie für Green IT beschlossen. Allerdings weisen verschiedene Politiker und Verwaltungsbeamte darauf hin, dass ihre Strategie für Green IT recht dünn ist und Gefahr läuft, nur auf dem Papier zu bestehen, ohne dass sie befolgt wird oder die gewünschten Umwelt- und Nachhaltigkeitsvorteile bringt. Dieselbe Problematik sehen wir auch im Bereich der Privatwirtschaft.

Es werden aber nicht nur effektivere Strategien gebraucht, sondern die Kommunen müssen auch von Green IT auf Nachhaltige IT umstellen. Der umfassendere Begriff Nachhaltige IT umfasst auch soziale Aspekte im Zusammenhang mit der Informationstechnologie, sowohl in Form der sozialen Verantwortung in der Produktion von IT-Produkten als auch im Hinblick auf Umweltaspekte an den Arbeitsplätzen.

Mit einer separaten Strategie für Nachhaltige IT, die gut strukturiert und in der Unternehmensführung verankert ist sowie deutliche und messbare Ziele enthält, können alle Bereiche im öffentlichen Sektor soziale, wirtschaftliche und ökologische Vorteile erzielen.

Ohne messbare Ziele keine Ergebnisse

Vielen Nachhaltigkeitsstrategien im Zusammenhang mit IT-Lösungen fehlt es vor allem an messbaren Zielen und einer laufenden Kontrolle. Weitere Bereiche, in denen Verbesserungen notwendig sind, sind die Nutzung von IT-Systemen und IT-Produkten zur nachhaltigeren Gestaltung der Geschäftstätigkeit sowie soziale und Umweltforderungen bei der Beschaffung von IT-Produkten.

Ohne eine ganzheitliche Perspektive in Bezug auf Nachhaltige IT, die die Nachhaltigkeitsarbeit der Organisationen steuert, sowie messbare Ziele, deren Erfüllung laufend durch die Geschäftsführung kontrolliert wird, ist es nicht möglich, das gesamte Potenzial der Informationstechnologie zu nutzen und Nachhaltigkeitsgewinne zu erzielen.

Vorschläge für messbare Nachhaltigkeitsziele:

• Mindestens 50 % aller eingekauften IT-Produkte müssen 2017 mit einer unabhängigen Nachhaltigkeitszertifizierung gekennzeichnet oder verifiziert sein, um die ökologische und soziale Belastung bei der Herstellung, Anwendung und Entsorgung der Produkte zu reduzieren.

• Reduzierung der CO2-Emissionen der Organisation oder des Unternehmens um 25 % bis 2017duch die Nutzung von gemeinsamen Transporten, Routenoptimierung und Nutzung digitaler Schlüssel.

• 75 % des gesamten Informationsflusses sind bis 2017 digitalisiert, um die Umweltbelastung zu verringern.

• 75 % des gesamten Informationsflusses sind bis 2017 digitalisiert, um die Umweltbelastung zu verringern.

Erfolgsrezept für eine erfolgreiche Strategie für Nachhaltige IT

  • Nachhaltige IT beachtet sowohl Umwelteigenschaften als auch soziale Aspekte im Zusammenhang mit der Informationstechnologie.
  • Die Strategie für Nachhaltige IT muss von der Geschäftsführung beschlossen und kontrolliert werden.
  • Die Arbeit mit einer Strategie für Nachhaltige IT muss in der gesamten Organisation verankert sein.
  • Messbare Ziele für Nachhaltige IT, die mit der Nachhaltigkeitsarbeit der Organisation oder des Unternehmens verbunden sind.
  • Die Strategie muss einen Aktionsplan mit Teilzielen enthalten, die laufend kontrolliert werden.
  • Um eine strukturierte Arbeit zu gewährleisten, muss die Strategie auf einem Managementsystem basieren.
  • Die Strategie muss die drei Aspekte der Nachhaltigen IT umfassen:
    1. Einsatz von IT als Technik in der Nachhaltigkeitsarbeit durch Nutzung der Möglichkeiten der IT-Systeme und –Produkte zur Schaffung von Nachhaltigkeitswerten.
    2. Nachhaltigere Gestaltung des IT-Betriebs, u. a. durch die Minimierung des Energieverbrauchs und das korrekte Recycling von Altprodukten bei gleichzeitiger Gewährleistung der Benutzerfreundlichkeit der IT-Systeme für die Mitarbeiter.
    3. Stellen von Nachhaltigkeitsforderungen beim Einkauf von IT-Produkten, die die Berücksichtigung von Umweltbelangen und sozialen Verhältnissen während des gesamten Produktlebenszyklus umfassen.
  • Laufende Aktualisierung der Strategie, um der schnellen Entwicklung im IT-Bereich Rechnung zu tragen.

Dabei können wir Sie unterstützen:

  • Nachhaltigkeitsforderungen bei der Ausschreibung oder Beschaffung von IT-Produkten zu stellen und zu verifizieren, dass diese eingehalten werden.
  • Zur Reduzierung der negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Herstellung, Verwendung und Entsorgung von IT-Produkten beizutragen.
  • Als IT-Marke die Produkte und deren Herstellung weiterzuentwickeln, um in immer höherem Maße Nachhaltigkeitsaspekte zu integrieren
  • Die Potenziale der Nachhaltigen IT auszuschöpfen, um konkrete Nachhaltigkeitsgewinne zu erzielen
2018-10-30T16:04:37+00:00November 17, 2014|Categories: Best Practice, Neuheiten|Tags: , , |